Kastration bei Katzen: Ein entscheidender Beitrag zum Tierschutz
- Tierfreunde Bodenseekreis e.V.

- vor 3 Tagen
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Kastration ist gelebter Tierschutz und eines unserer absoluten Herzensthemen - Warum Kastrationen bei Katzen unverzichtbar sind und viel Leid verhindern lest ihr hier.
Eine weibliche Katze wird bereits mit ca. einem halben Jahr geschlechtsreif und kann pro Jahr 2-3 Mal Nachwuchs mit durchschnittlich 3-5 Jungen jeweils bekommen. Schon durch wenige unkastrierte Katzen entstehen also innerhalb kürzester Zeit unfassbar viele Kätzchen, für die es nicht genug sichere und liebevolle Plätze gibt und die meist als freilebende Streunerkatzen ganz auf sich allein gestellt überleben müssen.
Straßenkatzen bedeuten großes Tierleid: Als eigentliche Hauskatzen sind auch Straßenkatzen domestizierte Tiere, die auf menschliche Hilfe angewiesen sind. Auch wenn Katzen Mäuse jagen können, gibt es nicht genug Beutetiere und die Hauskatzen sind auch zu ungeschickt in der Jagd.
99% der Straßenkatzen sind daher unter- und mangelernährt und / oder leiden an Krankheiten wie Parasiten und Katzenschnupfen. 75% sterben schon als Jungtiere grausam oder aber sie werden selbst früh Eltern, müssen ihre letzten Kräfte für ihren Nachwuchs entbehren, nehmen diesen häufig nicht an und das Leid setzt sich immer weiter fort.
Das Ausmaß des Tierschutz Problems, das Straßenkatzen in Deutschland darstellen, wird häufig unterschätzt. Da die meisten Straßenkatzen auf Bauernhöfen, verlassenen Geländen und Schrebergärten unterwegs sind, laufen sie vielen Menschen im Alltag nicht über den Weg. An diesen Orten gibt es jedoch häufig sehr, sehr viele von ihnen - gerade auch in ländlichen Gebieten wie hier um Kressbronn und Langenargen. Ca. 73% der geschlechtsreifen Katzen, die in ein Tierheim kommen, sind unkastriert. Leider hat sich das Problem in den letzten Jahren u.a. durch die Corona Pandemie, während der viele Haustiere teilweise unüberlegt angeschafft wurden, verschärft. Werden Straßenkatzen nicht schon in ihren ersten Lebenswochen gerettet, wird eine Gewöhnung an den Menschen sehr schwer. Da die Katzen in den prägendsten Wochen keine positiven Erfahrungen mit Menschen sammeln konnten, haben sie dann oft ein Leben lang Schwierigkeiten Vertrauen zu verfassen, sind sehr scheu und schwer vermittelbar.
Ein Beispiel aus unserem Tierheim sind Lizzy und Jasmina, die im Sommer 2025 zu uns kamen. Leider wurde Lizzy viel zu jung Mama und konnte ihr süßes Katzenbaby Jasmina nicht selbst versorgen. Zum Glück konnte Jasmina bei uns liebevoll von Hand auf gezogen werden und hat sich durch den frühen Kontakt zu Menschen zu einem verkuschelten und verspielten Kätzchen entwickelt. Dieses große Glück bleibt den meisten dieser draußen geborenen Katzenbabys jedoch leider verwehrt.
Eine Kastration ist ein routinemäßiger tierärztlicher Eingriff, der in der Regel gut vertragen wird. Neben der Vermeidung von Nachwuchs hat die Kastration von Katzen auch zahlreiche weitere Vorteile wie ein ausgeglicheneres Verhalten, weniger Revier Markieren und weniger Kämpfe, was Verletzungen und übertragbare Krankheiten minimiert und Tierarztkosten senkt.
Darum: Lasst eure Katzen kastrieren und unterstützt unsere Kastrationsaktion für weniger Tierleid und mehr gesunde und glückliche Katzenleben.
Denn jede Katze auf der Straße ist eine Katze zu viel!
Quelle insbesondere für die Zahlen und Fakten ist der große Katzenschutzbericht vom deutschen Tierschutzbund: https://www.jetzt-katzen-helfen.de/fileadmin/Seiten/Kampagne_Katzenschutz/Downloads/Der_grosse_Katzenschutzreport.pdf



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